Über Dr. Fartushna

Alles begann im Jahr 2003. Meteorologisch gesehen der heißeste Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Für mich hat in diesem heißen Sommer meine zahnärztliche Karriere begonnen. Ich habe mein Studium in der Ukraine abgeschlossen und war als Zahnärztin tätig. Doch während meines Studiums blieb mir eine Lektorin in Erinnerung. Sie war der ausschlaggebende Grund für meine Karriere als Kieferorthopädin.

Ich war schon immer ein sehr aufgewecktes Kind, das haben zumindest meine Eltern immer behauptet. Aber anscheinend war das Kind in mir so präsent, dass ich beschlossen habe, mit Kindern zusammenzuarbeiten.

Künstlerisch talentiert war ich anscheinend schon in meiner Kindheit, nur hat sich das lange Zeit nicht herauskristallisiert. Bis ich einiges Tages während des Praktikums darauf gekommen bin, dass ich Zähne gut restaurieren kann. Das habe ich nicht selber von mir behauptet, sondern meine Patientinnen und Patienten waren sehr zufrieden mit meiner Arbeit – genauso wie mein Professor.

Der Bereich der Kieferorthopädie umfasst unteranderem auch den psychologischen Teil, das ich damals in der Ukraine ebenfalls studiert habe. Eine kieferorthopädische Behandlung dauert in der Regel bei Kindern meist bis zu drei Jahre – für Kinder ist diese Zeit eine Tortur. Daher muss ich als Kieferorthopädin Kinder anders motivieren als Erwachsene – das ist ein sehr wichtiger Teil meiner Arbeit.

2009 – ein Jahr der Temperaturgegensätze in Österreich. Im November verschlug es mich nach New York – in die Stadt, in der ich schon immer leben wollte. Doch lange sollte diese ewige Liebe nicht halten. Nach zahlreichen Vorträgen und Arbeit im Bereich der Kieferorthopädie, bin ich 2013 im September nach Wien gekommen.

Nachdem die Nostrifizierung bewilligt wurde, war ich wieder am Anfang von allem – ich war Studentin bzw. Nostrifikantin. Das Ganze war für mich eine Bewährungsprobe, denn immerhin musste ich zuerst Deutsch lernen – und wir wissen ja alle, dass die deutsche Sprache keine einfache ist. Und dann musste ich auch noch die unzähligen Prüfungen bestehen – auf Deutsch verständlich. Natürlich habe ich auch in dieser Zeit als Assistentin gearbeitet, was mich natürlich nicht davon abgehalten hat, internationale Vorträge zu Themen wie Kieferorthopädie und Prophylaxe, zu halten.

2018 war es dann soweit – im wärmsten Jahr seit Messbeginn promovierte ich in Wien zur Dr.med.dent. – endlich!